BHKW von COMUNA-metall im Heizraum der Grundschule Althengstett installiert

Althengstett. Im Keller der Althengstetter Grundschule ist nach mehreren Wochen Vorarbeit ein Blockheizkraftwerk in Betrieb gegangen.

GS Althengstett

Grundschule Althengstett. Foto: Schwarzwälder Bote.

Dass bei der Stromproduktion Wärme entsteht, sieht man alleine an den Kühltürmen von Großkraftwerken. Man kann die Wärme aber auch zur Beheizung nutzen und spricht dann von Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Dies gebe es im großen Maßstab, und Althengstett setze es in einer kleineren Version mit einem Blockheizkraftwerk (BHKW) für das kommunale Nahwärmenetz um, teilte die Gemeindeverwaltung mit.

Die Kommune sei bestrebt, wo es sinnvoll möglich sei, mehrere Gebäude gemeinschaftlichen mit Energie zu versorgen. Dies schlage sich in der Maßnahme "Gemeinschaftliche Energieversorgung von Neu- und Umbauprojekten" des Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzepts (IEKK) nieder. In Althengstett werde dies für verschiedene Gebäude mit einer Nahwärmeversorgung verwirklicht. "Wärme wird dabei in der Heizperiode von einem Heizwerk bezogen, welches überwiegend Holzhackschnitzel nutzt. Zudem steuert ein Gaskessel im Gerhard-Schanz-Sportzentrum Wärme bei. Er produziert auch im Sommer die Wärme, die benötigt wird", so die Gemeinde weiter.

Nun sei im Heizungskeller der Grundschule ein BHKW installiert worden, das ebenso in das Nahwärmenetz einspeise. Es ersetze den alten Gaskessel im Sportzentrum weitgehend. Vorteil der neuen Maschine sei die gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Strom mittels KWK. Um den Strom in den eigenen Liegenschaften zu nutzen, sei ein Stromverbund hergestellt worden. Die Kabeltrasse führe von der Grundschule ins Sportzentrum, einem Stromgroßverbraucher der Gemeinde. Künftig werde der selbst erzeugte Strom auch in der Grundschule genutzt. Der Anschluss der Festhalle sei vorbereitet worden.

Nach mehrwöchigen Arbeiten sei das BHKW am 14. August in Betrieb gegangen. Das Plus an Effizienz zeige sich in geringem Maße bei der Kohlendioxid-Reduktion, da zum Teil auch Holzhackschnitzelwärme ersetzt werde sowie in finanziellen Einsparungen. Der selbst erzeugte Strom sei preiswerter als der extern bezogene. Der Überschuss werde in das Netz eingespeist, "was der Gemeinde vergütet wird".

Quelle: Schwarzwälder Bote, 03.09.2019

 

 
 

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