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Neuer Leitfaden "Kraft-Wärme-Kopplung in der Wohnungswirtschaft"

Wer ein Gebäude neu baut, muss seinen Wärmebedarf anteilig durch erneuerbare Energien decken. Das besagt das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG). Baden-Württemberg geht noch einen Schritt weiter: Wird hier ein Gebäude saniert, müssen Teile des Energiemixes aus regenerativen Quellen stammen. Eine gut konzipierte KWK-Anlage (Kraft-Wärme-Kopplung) erfüllt die Vorgaben dieser Gesetze. Die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH (KEA-BW) hat hierzu einen neuen Leitfaden herausgegeben.

Dieser Leitfaden enthält fundierte Fakten, praktische Tipps, konkrete Rechenbeispiele und Erfolgsstorys, darunter die eines Neubaus mit 54 Wohnungen und einer Behindertenwerkstätte in Ravensburg. Oder das Beispiel eines denkmalgeschützten Gebäudekomplexes in Freiburg, der energetisch zentral mit einer Kombination aus Blockheizkraftwerk und Solarthermie versorgt wird. Quartierskonzepte mit Wohngebäuden, Altenheim und Kindergärten werden anschaulich dargestellt. Auch das Modell Mieterstrom wird in diesem Leitfaden behandelt.

Der Leitfaden kann unter http://www.kea-bw.de/kwk/leitfaden heruntergeladen oder als gedruckte Version bei der KEA-BW bestellt werden.

 

Schloss Holte - Stukenbrock: Nahwärmeversorgung der öffentlichen Liegenschaften

Im Jahre 2018 hat die Stadt Schloss Holte – Stukenbrock einen Nahwärmeverbund der örtlichen städtischen Liegenschaften (Rathaus, Gymnasium, Realschule, Hallenbad, Mehrfachsporthalle) über ein Fernwärmnetz von ca. 600 m Trassenlänge geschaffen. Bei der Projektierung stand eine höchstmögliche Effizienz im Mittelpunkt: Fernwärmerohre höchstmöglicher Dämmstärke (Kunststoffmantelrohr, DN 40 – 125) kamen zum Einsatz, um die Wärmverluste auf der Trasse zu minimieren.  

Biomasseheizwerk

Durch die Errichtung des Biomasseheizwerkes (Fabr. Polzenith, 600 kW thermische Leistung) in Kombination mit einem hocheffizienten COMUNA-Blockheizkraftwerk (50 kW elektrische und 92 kW thermische Leistung) wird zukünftig die Wärme fast ausschließlich klimaneutral aus dem regenerativen Energieträger Holz in Kombination mit hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung bereit gestellt. Die Gaskessel in den Liegenschaften bleiben zwar bestehen - sie dienen jedoch nur noch zur Abdeckung der Spitzenlast im Netz oder werden beim Ausfall des Holzkessels betrieben. Somit werden zukünftig erhebliche Mengen des klimaschädlichen Gases CO2 eingespart. 

BHKW-Modul 2726-02

Übergeordnet wurde eine Leittechnik installiert, die einen nahezu autarken Betrieb der Anlage ermöglicht und Störungen unmittelbar an den Betreiber meldet.

 

Aufruf an die Bundesregierung:  Wirtschaftliche Wiederbelebung mit einem Klima-Konjunkturpaket 

In einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und die zuständigen Ministerinnen und Minister (s. Originaltext unten) fordern 188 Organisationen und Unternehmen (darunter auch COMUNA-metall) ein Klima-Konjunkturpaket zur wirtschaftlichen Wiederbelebung nach der Coronakrise, das im Einklang mit den Klima- und Energiezielen steht. Das breite Bündnis aus Umweltorganisationen, Wirtschaftsverbänden, Verbraucherschützern und Unternehmen betont in dem Schreiben: „Die anstehenden politischen Entscheidungen zur wirtschaftlichen Wiederbelebung und Erholung müssen (…) die anderen großen Herausforderungen unserer Zeit mit adressieren und uns widerstandsfähiger gegen andere Krisen machen. Investitionen in eine CO2-arme, nachhaltige Infrastruktur und Klimaschutzlösungen sind zudem ein wirksamer und effektiver Konjunkturmotor.“

 

Pilotprojekt Tiefengeothermie mit Blockheizkraftwerk

 

 

Umweltfreundliche Wärme für Polizeipräsidium

In Bruchsal ist Ende 2019 die neue Wärmeversorgungszentrale für das Polizeipräsidium Einsatz eingeweiht worden.

Die 1,8 Millionen Euro teure Anlage stellt ein Pilotprojekt dar und soll den CO2 -Ausstoß deutlich – um ca. 700 Tonnen jährlich - senken. Das Polizeipräsidium Einsatz in Bruchsal wird dafür künftig über eine 400 Meter lange Leitung mit Erdwärme versorgt, die aus einem Tiefengeothermie-Kraftwerk der EnBW stammt. Rund 60 Prozent der benötigten Energie kommt von dort. Den Rest liefert ein neues COMUNA-Blockheizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 112 kW und einer Wärmeleistung von über 200 kW.

 

Siebtes COMUNA-BHKW in Bietigheim-Bissingen

Neues COMUNA-BHKW im Wohnensemble Schiller-/Schubertstraße in Bissingen

Seit Ende Januar 2020 versorgt eine neue Heizzentrale der Stadtwerke Bietigheim-Bissingen ein Wohnensemble in der Schiller-/Schubartstraße (Stadtteil Bissingen) mit insgesamt 120 Wohneinheiten. Saniert wurden die Gebäude durch den Eigentümer, die Bietigheimer Wohnbau GmbH.

In der Heizzentrale sind zwei Heizkessel mit einer Heizleistung von 800 kW und ein Blockheizkraftwerk (BHKW) im Einsatz. Ein zweites BHKW soll im Dezember 2020 eingebaut werden, so dass die beiden BHKW-Anlagen dann über eine elektrische Leistung von 100 kW und eine Wärmeleistung von 200 kW verfügen. Der produzierte Strom wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist und von den Stadtwerken als Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung verkauft.

Mittels der effizienten Kraft-Wärme-Kopplung werden die gesetzlichen Vorgaben des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes (EWärmeG) eingehalten und damit ein Beitrag zur Energiewende geleistet. Die Stadtwerke Bietigheim-Bissingen versorgen mit ihren Fernwärmenetzen in den Wohngebieten Kreuzäcker, Innenstadt und im Buch zahlreiche Kunden mit Fernwärme und bauen diese weiter aus. - Mit dieser Anlage wurde das siebte COMUNA-Blockheizkraftwerk in Bietigheim-Bissingen installiert.