2020

Innovative Nahwärmeversorgung mit COMUNA-BHKW in Ilsfeld ausgezeichnet

Gerade ist ein innovatives Wärmeversorgungskonzept mit den Wärmequellen Abwasser, Biomasse und Kraft-Wärme-Kopplung in der Fachzeitschrift Energie & Management mit dem Titel "BHKW des Monats" ausgezeichnet worden. Im Rahmen dieses Projektes kommen zwei BHKW-Module von COMUNA-metall zum Einsatz.

Einzelheiten dieses Projektes sind einem Beitrag aus Energie & Management 13-14/2020 zu entnehmen (hier der Link zum Artikel).

 

Wärme- und Mieterstromversorgung im Bismarck-Carré/Biberach

Das ehemalige EVS-Verwaltungsgebäude in Biberach wurde durch einen Bauträger erworben, kernsaniert und in 28 Wohnungen umgewandelt. Gleichzeitig wurde ein Hotelanbau mit 109 Zimmern und 12 Apartments auf dem Gelände errichtet.


Im Auftrag der EnBW Sales & Solutions GmbH hat COMUNA-metall im Bismarck-Carre eine neue Energiezentrale errichtet.

Das 2019/2020 realisierte Strom- und Wärmeerzeugungskonzept sollte energieeffizient, umweltfreundlich und wirtschaftlich sein und zudem als Kern eine Versorgung der Wohnungen und der Hotelanlage berücksichtigen.

Im Rahmen dieser Arbeiten wurde eine BHKW-Anlage mit einer Leistung von 50 KW elektrisch und einer thermischen Leistung einschließlich Brennwertnutzung von bis zu 110 kW errichtet. Die Zusatzwärme für den Spitzenlastbedarf wird mit einem 400 KW Brennwertkessel erzeugt. Darüber hinaus wurden ein Pufferspeicher, ein Heizungsverteiler mit drei Heizkreisen sowie die Warmwasserbereitung getrennt für den Wohn- und Hotelbereich neu errichtet.

Durch die übergeordnete Steuerung und eine umfängliche Fernüberwachung der Gesamtanlage können die Wärmeerzeugungsparameter kontinuierlich beobachtet und optimiert werden. Somit ergibt sich während des Betriebes der Anlage die Möglichkeit, durch kleine Eingriffe die Wirtschaftlichkeit noch zusätzlich zu erhöhen.

Über eine intelligente Anlagenhydraulik wird rund 90% der erforderlichen Wärme durch das BHKW-Modul bereitgestellt. Die Restwärme wird über die Heizkessel mit großem Modulationsgrad, langen Laufzeiten bei niedriger Taktfrequenz erzeugt.

Für die BHKW-Anlage wurde ein Vollwartungsvertrag mit einer Laufzeit von zehn Jahren abgeschlossen. Insgesamt wird durch dieses Maßnahmenpaket eine Reduzierung der CO2-Emissionen von 207t/Jahr erreicht.

 

 

 

 

Änderung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes verabschiedet

Im Rahmen des Kohleausstiegsgesetzes ist auch eine Änderung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWK-Gesetz) erfolgt.

Für Anlagen mit einer elektrischen Leistung von max. 50 kW gelten folgende Änderungen:

  • Die Fördersätze nach dem KWK-Gesetz wurden auf 8 ct/kWhel. (für eigengenutzten Strom) bzw. 16 ct/kWkel. (für in das allgemeine Netz eingespeisten Strom) verdoppelt, der Förderzeitraum aber zugleich auf 30.000 Vollbenutzungsstunden halbiert, so dass die Gesamtfördersumme für diese Anlagenklasse unverändert bleibt.
  • Es gilt - auch für KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung von mehr als 50 kW - ab 2021 eine max. jährliche Förderobergrenze von 5.000 Vollbenutzungsstunden (in den Jahren 2021/2022), 4.000 Vollbenutzungsstunden (2023/2024) bzw. 3.500 Vollbenutzungsstunden (ab 2025). Damit wird bei Erreichen dieser Laufzeiten die Fördersumme in einem Zeitraum von gut sieben Jahren (bei Inbetriebnahme 2021) bis ca. achteinhalb Jahren (bei Inbetriebnahme ab 2025) erreicht.

  • Anlagen dieser Leistungsklasse brauchen künftig keine Betriebszeiten bei negativen Strompreisen an der Leipziger Strombörse (EEX) an den zuständigen Netzbetreiber mehr zu melden. Dies erspart den bisher erforderlichen Verwaltungsaufwand.

Die Förderlaufzeit wurde erweitert auf Anlagen, die bis zum 31.12.2029 in Dauerbetrieb genommen werden; die gesetzliche Fördersumme wurde auf 1,8 Mia. € jährlich erhöht.

Die Gesetzesänderung tritt rückwirkend zum 01.01.2020 in Kraft, steht aber unter dem Vorbehalt einer beihilferechtlichen Genehmigung der EU-Kommission. Erst wenn diese Genehmigung im Bundesanzeiger bekanntgegeben wird, werden die Neuregelungen angewandt.

 

"Smartes Quartier Karlsruhe-Durlach": COMUNA-metall an Innovationsprojekt beteiligt

Die Halbierung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen sind Ziele eines innovativen Energieversorgungskonzeptes für fünf Mehrfamilien-Bestandsgebäude mit 175 Wohnungen in Karlsruhe-Durlach. Die Gebäude wurden 1963 errichtet und 1995 energetisch teilmodernisiert, haben eine beheizte Grundfläche von 11.600 m2 und einen jährlichen Energiebedarf von ca. 350 MWh (Strom) bzw. ca. 1.200 MWh (Wärme).

Im Rahmen des Projekts „Smartes Quartier Karlsruhe-Durlach“ wird die derzeitige konventionelle Versorgung (Erdgaskessel; Fremdstrombezug) durch ein Energiesystem mit zwei Wärmepumpen, Photovoltaik-Anlagen (PV), Erdgas-Blockheizkraftwerke (BHKW) und ein Energiemanagement mit KI-basierter Fehlererkennung ersetzt.

In dem vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projekt wird eine dezentrale und solare Energieversorgung errichtet und zugleich ein wirtschaftliches Betreiberkonzept durch die Projektträger Volkswohnung GmbH und Stadtwerke Karlsruhe GmbH erprobt. Konzeptentwicklung und Betrieb werden durch das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) und das Institut für Nachhaltige Technische Systeme INATECH der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg unterstützt und wissenschaftlich begleitet.

Die beiden BHKW-Anlagen der Baureihe 2726 mit jeweils 50 kW elektrischer Leistung werden durch COMUNA-metall in den Jahren 2020 und 2021 geliefert und installiert. Auch die Wartung und Instandhaltung wird durch COMUNA-metall vorgenommen werden.

Weitere Einzelheiten dieses Projektes unter https://www.industr.com/de/co-emissionen-in-bestandsgebaeuden-halbieren-2520255?sc_ref_id=1744701611&sc_usergroup=1221&utm_source=newsletter&utm_medium=E40&utm_campaign=2020-22-146&GP_NR=15587686&Article_ID=2520255.

 

BKWK: Energiewende mit flexibler KWK zur Konjunkturbelebung nutzen

Der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung (BKWK), dem auch COMUNA-metall angehört, hat in einer aktuellen Stellungnahme zehn Vorschläge zur Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes - in Zusammenhang mit dem Kohleausstiegsgesetz - unterbreitet.

In diesem Schreiben geht es um geeignete Programme und Maßnahmen zur Erhöhung des KWK-Anteils an der Stromerzeugung und zum Ausbau der Wärmenetze - im Interesse der Klimaziele bei gleichzeitiger Versorgungssicherheit. Zugleich wird auf die volkswirtschaftlich erwünschten konjunkturstützenden Wirkungen hingewiesen, die mit dem Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung und der Wärmenetze verbunden sind.

Das Schreiben des BKWK kann vom Downloadbereich dieser Website heruntergeladen werden.