Mai 2020

BKWK: Energiewende mit flexibler KWK zur Konjunkturbelebung nutzen

Der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung (BKWK), dem auch COMUNA-metall angehört, hat in einer aktuellen Stellungnahme zehn Vorschläge zur Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes - in Zusammenhang mit dem Kohleausstiegsgesetz - unterbreitet.

In diesem Schreiben geht es um geeignete Programme und Maßnahmen zur Erhöhung des KWK-Anteils an der Stromerzeugung und zum Ausbau der Wärmenetze - im Interesse der Klimaziele bei gleichzeitiger Versorgungssicherheit. Zugleich wird auf die volkswirtschaftlich erwünschten konjunkturstützenden Wirkungen hingewiesen, die mit dem Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung und der Wärmenetze verbunden sind.

Das Schreiben des BKWK kann vom Downloadbereich dieser Website heruntergeladen werden.

 

Neuer Leitfaden "Kraft-Wärme-Kopplung in der Wohnungswirtschaft"

Wer ein Gebäude neu baut, muss seinen Wärmebedarf anteilig durch erneuerbare Energien decken. Das besagt das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG). Baden-Württemberg geht noch einen Schritt weiter: Wird hier ein Gebäude saniert, müssen Teile des Energiemixes aus regenerativen Quellen stammen. Eine gut konzipierte KWK-Anlage (Kraft-Wärme-Kopplung) erfüllt die Vorgaben dieser Gesetze. Die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH (KEA-BW) hat hierzu einen neuen Leitfaden herausgegeben.

Dieser Leitfaden enthält fundierte Fakten, praktische Tipps, konkrete Rechenbeispiele und Erfolgsstorys, darunter die eines Neubaus mit 54 Wohnungen und einer Behindertenwerkstätte in Ravensburg. Oder das Beispiel eines denkmalgeschützten Gebäudekomplexes in Freiburg, der energetisch zentral mit einer Kombination aus Blockheizkraftwerk und Solarthermie versorgt wird. Quartierskonzepte mit Wohngebäuden, Altenheim und Kindergärten werden anschaulich dargestellt. Auch das Modell Mieterstrom wird in diesem Leitfaden behandelt.

Der Leitfaden kann unter http://www.kea-bw.de/kwk/leitfaden heruntergeladen oder als gedruckte Version bei der KEA-BW bestellt werden.

 

Schloss Holte - Stukenbrock: Nahwärmeversorgung der öffentlichen Liegenschaften

Im Jahre 2018 hat die Stadt Schloss Holte – Stukenbrock einen Nahwärmeverbund der örtlichen städtischen Liegenschaften (Rathaus, Gymnasium, Realschule, Hallenbad, Mehrfachsporthalle) über ein Fernwärmnetz von ca. 600 m Trassenlänge geschaffen. Bei der Projektierung stand eine höchstmögliche Effizienz im Mittelpunkt: Fernwärmerohre höchstmöglicher Dämmstärke (Kunststoffmangelrohr, DN 40 – 125) kamen zum Einsatz, um die Wärmverluste auf der Trasse zu minimieren.  

Biomasseheizwerk

Durch die Errichtung des Biomasseheizwerkes (Fabr. Polzenith, 600 kW thermische Leistung) in Kombination mit einem hocheffizienten COMUNA-Blockheizkraftwerk (50 kW elektrische und 92 kW thermische Leistung) wird zukünftig die Wärme fast ausschließlich klimaneutral aus dem regenerativen Energieträger Holz in Kombination mit hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung bereit gestellt. Die Gaskessel in den Liegenschaften bleiben zwar bestehen - sie dienen jedoch nur noch zur Abdeckung der Spitzenlast im Netz oder werden beim Ausfall des Holzkessels betrieben. Somit werden zukünftig erhebliche Mengen des klimaschädlichen Gases CO2 eingespart. 

BHKW-Modul 2726-02

Übergeordnet wurde eine Leittechnik installiert, die einen nahezu autarken Betrieb der Anlage ermöglicht und Störungen unmittelbar an den Betreiber meldet.