Referenzprojekte

Südbad Bremen

Bremer Bäder GmbH

Hallen- und Freizeitbäder benötigen kontinuierlich Wärme und Strom. Deswegen sind sie ideal für den Einsatz von BHKW-Anlagen geeignet.

Das Südbad Bremen wurde im November 2003 nach grundlegender Sanierung wieder eröffnet. Das kommunale Bad bietet attraktive Sport-, Spaß- und Fitnessangebote. Daneben lädt es mit einer Dachterrasse und einem großen Sauna- und Entspannungsbereich zum Relaxen ein.

Technische Projektinformationen

Anzahl/Modultyp 1 x 2726-02
el. Leistung 50 kW
Inbetriebnahme 2011
Brennstoff Erdgas
Jahreslaufzeit 6.000 Bh
Auftragsumfang Lieferung und Installation eines BHKW mit Pufferspeicher, Regelungstechnik, Einbindungsarbeiten inkl. Zähler
Anlagenerrichtungswert 107.000 €
zusätzl. Brennwerttauscher ja
Wartung/Instandhaltung Vollwartungsvertrag für BHKW, Laufzeit 10 Jahre
CO2-Minderung 82 t/Jahr
Wärmeversorgung „Am Entenbusch”, Hann. Münden

Versorgungsbetriebe Hann. Münden GmbH

Der Geschosswohnungsbau ist ein geeignetes Einsatzfeld für BHKW, insbesondere dann, wenn nicht nur die Heizungswärme, sondern auch die Warmwasserbereitung über eine gasversorgte Energiezentrale erfolgt.

Im Auftrag des gemeinnützigen Bauvereins in Münden eG betreiben die Versorgungsbetriebe Hannoversch-Münden GmbH eine Energiezentrale mit BHKW für das Wohngebiet „Am Entenbusch”.

Insgesamt werden 201 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern an den Straßen „Am Entenbusch” und „Am Wittenborn” durch die Energiezentrale über Nahwärmeleitungen versorgt. Durch das BHKW wird etwa die Hälfte des Wärmebedarfs der angeschlossenen Gebäude abgedeckt. Die erzeugte Strommenge entspricht dem Bedarf von über 100 Haushalten. Das BHKW wurde im alten Heizöllager der Wohnungen am Entenbusch installiert.

Technische Projektinformationen

Anzahl/Modultyp 1 x 2726-02
el. Leistung 50 kW
Inbetriebnahme 2012
Brennstoff Erdgas
Jahreslaufzeit >8.000 Bh
Auftragsumfang Lieferung und Installation eines BHKW mit Abgas- und Abluftanlage
Anlagenerrichtungswert 71.000 €
zusätzl. Brennwerttauscher ja
Wartung/Instandhaltung Vollwartungsvertrag für BHKW, Laufzeit 10 Jahre
CO2-Minderung >109 t/Jahr
Schulzentrum Haßloch

Gemeindewerke Haßloch GmbH

Die Realschule Hassloch, die angrenzende Sporthalle sowie das über eine Fernwärmeleitung angeschlossene Gymnasium werden durch eine Energiezentrale mit BHKW in der Realschule mit Heizungswärme und Warmwasser versorgt. Das Blockheizkraftwerk besteht aus zwei Modulen mit Leistungen von 112 kWel./196 kWth. bzw. 50 kWel./92 kWth. und deckt die Grundlast der angeschlossenen Liegenschaften ab. Der Gaskessel wird als Spitzenlastkessel betrieben. Sowohl bei den BHKW-Modulen als auch beim Kessel wird die Brennwertwärme des Abgases zur Erwärmung des Rücklaufwassers genutzt: Auf diese Weise wird die Gesamteffizienz der Anlage erhöht.

Aufgrund der Installation des BHKW ergeben sich komplexe Regelungs- und Steuerungsaufgaben: Die übergeordnete Steuerung gibt je nach Bedarf die BHKW und den Gaskessel frei. Die BHKW können in zwei Stufen geschaltet werden (Volllast- und Magerbetrieb), der Gaskessel wird modulierend mit Plus-/Minus-Signalen betrieben. Neben der Ansteuerung der Wärmeerzeuger regelt die Zentralsteuerung auch die Be- und Entladung des Pufferspeichers. Außerdem werden zwei Mischkreise geregelt.

Der Pufferspeicher wird als Schichtspeicher genutzt und je nach Wärmebedarf be- oder entladen. Beim Beladen verzögert er die Abschaltung der BHKW-Module und beim Entladen die Zuschaltung des Kessels. Damit werden die Laufzeiten der Wärmeerzeuger optimiert und einem Taktverhalten wird entgegengewirkt.

Technische Projektinformationen

Anzahl/Modultyp 1 x 2726-02 + 1 x 5450
el. Leistung 162 kW
Inbetriebnahme 2012
Brennstoff Erdgas
Jahreslaufzeit 5.500/3.500 Bh
Auftragsumfang Lieferung und Installation von zwei BHKW-Modulen mit Regelungstechnik und Einbindungsarbeiten
Anlagenerrichtungswert 212.000 €
zusätzl. Brennwerttauscher ja
Wartung/Instandhaltung Vollwartungsvertrag für BHKW, Laufzeit 5 Jahre
CO2-Minderung 186 t/Jahr
Vitos Orthopädische Klinik Kassel

Städtische Werke AG Kassel

Aufgrund des hohen Wärme- und Strombedarfs ist die Installation von BHKW in Krankenhäusern und Kliniken eine ökonomisch wie ökologisch sinnvolle Maßnahme. Das BHKW in der Klinik mit einer Wärmeleistung von ca. 105 kW (inkl. Brennwertnutzung) wird von den Städtischen Werken Kassel in der Wärme-Grundlast betrieben. Die Wärme-Spitzenlast wird über das Kasseler Fernwärmenetz abgedeckt, an das die Klinik seit 2011 angeschlossen ist.

Technische Projektinformationen

Anzahl/Modultyp 1 x 2726-02
el. Leistung 50 kW
Inbetriebnahme 2011
Brennstoff Erdgas
Jahreslaufzeit >8.000 Bh
Auftragsumfang Lieferung und Installation eines BHKW mit schalltechnischen Maßnahmen
Anlagenerrichtungswert 70.000 €
zusätzl. Brennwerttauscher ja
Wartung/Instandhaltung Vollwartungsvertrag für BHKW, Laufzeit 10 Jahre
CO2-Minderung >109 t/Jahr
Seniorenzentrum Moers-Schwafheim

AWO Bezirksverband Niederrhein e.V.

Senioreneinrichtungen sind für den Betrieb von BHKW besonders geeignet, da sie kontinuierlich Strom und Wärme benötigen. Das Seniorenzentrum Moers-Schwafheim bietet 192 Plätze für stationäre Pflege, Kurzzeitpflegemöglichkeiten sowie eine besondere Betreuung für demenzkranke BewohnerInnen an.

Wegen des hohen Energiebedarfs und der entsprechenden Kosten hat sich die Installation eines BHKW als sinnvoll erwiesen. Das BHKW wurde inkl. Pufferspeicher und technischer Einbindung von COMUNA-metall im Auftrag des AWO-Bezirksverbandes errichtet. Im Rahmen eines Zehn-Jahres-Vertrages sorgt COMUNA-metall zugleich für eine reibungslose Lieferung von Wärme und Strom.

Technische Projektinformationen

Anzahl/Modultyp 1 x 2726-02
el. Leistung 50 kW
Inbetriebnahme 2012
Brennstoff Erdgas
Jahreslaufzeit >8.000 Bh
Auftragsumfang Lieferung und Installation eines BHKW mit Pufferspeicher, Regelungstechnik, Einbindungsarbeiten inkl. Zähler
Anlagenerrichtungswert 130.000 €
zusätzl. Brennwerttauscher ja
Wartung/Instandhaltung Strom- und Wärmelieferungsvertrag, Laufzeit 10 Jahre
CO2-Minderung >109 t/Jahr
Wohngebiet Talacker, Pfullingen

Baugenossenschaft Pfullingen e.V.

Die Baugenossenschaft Pfullingen betreibt den Wohnpark „Talacker” mit 60 Wohnungen und 11 kleineren Gewerbeeinheiten. Das Gebiet wird über eine Energiezentrale mit BHKW und ein Nahwärmenetz mit Heizwärme und Warmwasser versorgt. Der BHKW-Strom wird in das allgemeine Versorgungsnetz eingespeist.

Damit beschreitet die Baugenossenschaft zum zweiten Mal den Weg einer neuen Energieversorgung für Alt- und Neubauten. Auch beim ersten Wohnpark Lichtenstein kam ein BHKW von COMUNA-metall zum Einsatz. Die Technik trägt zu einer deutlichen Reduzierung des Energieverbrauchs und der Klimagasemissionen bei.

Technische Projektinformationen

Anzahl/Modultyp 1 x 2726-02
el. Leistung 50 kW
Inbetriebnahme 2011
Brennstoff Erdgas
Jahreslaufzeit 5.000 Bh
Auftragsumfang Lieferung und Installation eines BHKW mit Regelungstechnik, Abgasanlage und schalltechnischen Maßnahmen
Anlagenerrichtungswert 98.000 €
zusätzl. Brennwerttauscher ja
Wartung/Instandhaltung Vollwartungsvertrag für BHKW, Laufzeit 10 Jahre
CO2-Minderung 68 t/Jahr
Kläranlage Etzelmühle

Abwasserverband Mittlere Salzböde

Kläranlagen sind klassische Einsatzfelder von BHKW-Anlagen, denn das dort anfallende Klärgas kann zur Erzeugung von Strom und Wärme genutzt werden.

Im Rahmen einer Studie der TH Mittelhessen wurden vorab verschiedene Varianten einer wirtschaftlichen Energieversorgung der Kläranlage über gasmotorische und Mikro-Gasturbinen-BHKW untersucht. Die Ergebnisse sprachen für den Einsatz einer gasmotorischen BHKW-Anlage mit 40 kW elektrischer und 80 kW thermischer Leistung. Denn ein Gasmotor bietet einen höheren elektrischen Wirkungsgrad als eine Gasturbine. Wird keine Wärme benötigt, wird die überschüssige Wärme über einen Notkühler abgeführt, sodass das Klärgas permanent genutzt werden kann.

Technische Projektinformationen

Anzahl/Modultyp 1 x 2726
el. Leistung 40 kW
Inbetriebnahme 2012
Brennstoff Klärgas
Jahreslaufzeit 4.500 Bh
Auftragsumfang Lieferung und Installation eines BHKW mit Notkühlung, Regelungstechnik und Einbindungsarbeiten
Anlagenerrichtungswert 100.000 €
zusätzl. Brennwerttauscher nein
Wartung/Instandhaltung Vollwartungsvertrag für BHKW, Laufzeit 10 Jahre
CO2-Minderung 97 t/Jahr
Heubergbad/Rheinbad Wesel

Stadtwerke Wesel GmbH

Im Rahmen eines gemeinsamen Energiekonzeptes für ein Hallenbad (Heubergbad) und ein Freibad (Rheinbad) haben die Stadtwerke Wesel ein BHKW mit zwei Modulen realisiert, von denen eines an zwei Standorten betrieben wird. Im Winter trägt das auf einem Zwei-Achs-Anhänger installierte mobile BHKW zusammen mit einem fest installierten BHKW zur Energieversorgung des Heubergbades bei. Im Sommer ist das Modul in dem zwischen Mai und September betriebenen Rheinbad installiert.

Insgesamt decken die beiden BHKW ca. 70 % des Strom- und über 50 % des Wärmeeigenbedarfs der beiden Bäder ab. Zusätzlich zu den BHKW-Modulen wurde im Heubergbad auch eine neue Kesselanlage installiert. Die Kostenersparnis durch das neue Konzept beläuft sich auf ca. 35.000 €/Jahr. Zugleich ermöglichte das Energiekonzept einen steuerlichen Querverbund zwischen den Stadtwerken Wesel und den Städtischen Bädern Wesel.

Technische Projektinformationen

Anzahl/Modultyp 2 x 2726-02
el. Leistung 100 kW
Inbetriebnahme 2011
Brennstoff Erdgas
Jahreslaufzeit 8.000/6.000 Bh
Auftragsumfang Lieferung und Installation von zwei BHKW-Modulen mit Regelungstechnik und Einbindungsarbeiten; davon ein BHKW als mobile Anlage auf Anhänger
Anlagenerrichtungswert 183.000 €
zusätzl. Brennwerttauscher ja
Wartung/Instandhaltung Vollwartungsvertrag für BHKW, Laufzeit 10 Jahre
CO2-Minderung 191 t/Jahr
Weserlandklinik Vlotho

Private Kliniken Dr. Dr. Med. Nebel

Die Weserland-Klinik in Vlotho-Bad Seebruch führt Maßnahmen der stationären sowie ganztätig ambulanten medizinischen Vorsorge und der stationären medizinischen Rehabilitation sowie Anschlussheilbehandlungen nach Krankenhausaufenthalt durch.

Zur Modernisierung der Energieversorgung wurde eine BHKW-Anlage mit Regelungstechnik, Pufferspeicher (zur Vergleichmäßigung des Anlagenbetriebs) sowie Medienanschlüssen inkl. Messeinrichtungen installiert. Mit ca. 8.000 Betriebsstunden pro Jahr wird eine hohe Anlagenausnutzung und Wirtschaftlichkeit erreicht.

Technische Projektinformationen

Anzahl/Modultyp 1 x 5450
el. Leistung 112 kW
Inbetriebnahme 2012
Brennstoff Erdgas
Jahreslaufzeit 8.000 Bh
Auftragsumfang Lieferung und Installation eines BHKW mit Pufferspeicher, Regelungstechnik, Einbindungsarbeiten inkl. Zähler
Anlagenerrichtungswert 180.000 €
zusätzl. Brennwerttauscher ja
Wartung/Instandhaltung Vertrag auf Anforderung
CO2-Minderung 255 t/Jahr
Betriebsgebäude Bad Salzuflen

Sollich KG

Die Fa. Sollich KG ist ein Hersteller von Maschinen für die Schokoladenherstellung, -formung, -verarbeitung und -veredelung. Seit über 80 Jahren prägt das Unternehmen die technologische Entwicklung im Bereich der Süßwarenproduktion mit.

Ökonomische Überlegungen, aber auch das wachsende Bewusstsein für die Endlichkeit von Energieressourcen haben das Unternehmen veranlasst, ein Blockheizkraftwerk zur Deckung des Energiebedarfs für den Standort Bad Salzuflen zu errichten. Nach einem ersten Modul mit 50 kW elektrischer Leistung im Jahre 2011 wurde drei Jahre später ein zweites Modul desselben Typs errichtet.

Technische Projektinformationen

Anzahl/Modultyp 2 x 2726-02
el. Leistung 100 kW
Inbetriebnahme 2011/2014
Brennstoff Erdgas
Jahreslaufzeit 4.500 Bh
Auftragsumfang Lieferung und Installation von zwei BHKW-Modulen
Anlagenerrichtungswert 141.000 €
zusätzl. Brennwerttauscher nein
Wartung/Instandhaltung Vollwartungsvertrag für BHKW, Laufzeit 10 Jahre
CO2-Minderung 125 t/Jahr
Lothar-Christmann-Haus, Stuttgart

Paritätische Sozialdienste GmbH

Alten- und Pflegeheime sind mit ihren hohen und kontinuierlichen Energieverbräuchen naheliegende Einsatzfälle für BHKW-Anlagen. Viele Heimgebäude stammen aus den siebziger Jahren, sodass heute häufig ein erheblicher energetischer Sanierungsbedarf besteht. Nicht immer können die Träger dieser Einrichtungen die erforderlichen Investitionsmittel zur Modernisierung von Gebäudehülle und technischen Installationen aufbringen.

Das Lothar-Christmann-Haus der Paritätischen Sozialdienste Stuttgart in Stuttgart-Hoffeld ist ein Altenheim aus den Jahren 1976/1977 mit 87 Pflegeplätzen, 150 Altenwohnungen, einer Großküche (ca. 200.000 Essen/a) und einem kleinen Hallenbad mit ca. 8 x 16 m Beckenfläche. Über die Energiezentrale werden zudem ein Personalgebäude (45 Wohnungen) und ein Kindergarten (ca. 600 m2 Nutzfläche) versorgt. Der jährliche Erdgasverbrauch betrug 2008 – vor der Sanierung der Energieerzeugung – ca. 3.000 MWh; der Stromverbrauch betrug im gleichen Zeitraum ca. 900 MWh.

In Anbetracht der Energieverbrauchszahlen, der hydraulischen Probleme der Heizzentrale (geringe Brennwertnutzung, Überströmungen/diskontinuierlicher Betrieb, häufige Reparaturen) und der erneuerungsbedürftigen Warmwasserbereitung (große Warmwasserbevorratung) wurde eine Verlegung der Heizzentrale ins Untergeschoss sowie die Installation eines BHKW und einer neuen Warmwasserbereitung empfohlen. Bau, Finanzierung und Betrieb der neuen Energiezentrale übernahm COMUNA-metall. Ende 2013 wurde der Betrieb vom Paritätischen Wohlfahrtsverband übernommen und mit COMUNA-metall wurde ein langfristiger Vollwartungsvertrag abgeschlossen.

Die unter beengten räumlichen Bedingungen realisierte Lösung umfasste den Einbau eines BHKW Typ 2726-02 Erdgas (1 x 50 kWel) mit nachgeschalteter Brennwertnutzung, die Aufstellung von drei Heizkesseln (2 x 540 kW, 1 x 327 kW) und eine Frischwasserstation als Warmwasserbereitung. Im Jahre 2014 wurde ein zweites BHKW desselben Typs nachgerüstet. Zur Sicherstellung einer niedrigen Rücklauftemperatur und damit einer Brennwertnutzung wurden die vorhandenen Vier-Wege-Mischer durch Drei-Wege-Mischer ersetzt, die Umlenkschaltungen insbesondere an den Lüftungsgeräten umgebaut und differenzdruckgeregelte Umwälzpumpen installiert.

Das Maßnahmenpaket hat die technischen Anforderungen und wirtschaftlichen Zielsetzungen voll erfüllt. Auf Grundlage einer kompletten Erneuerung der Energiezentrale inkl. Warmwasserbereitung werden nunmehr ca. 75 % des Strombedarfs und ca. 50 % des Wärmebedarfs des Lothar-Christmann-Hauses durch das BHKW abgedeckt.

Technische Projektinformationen

Anzahl/Modultyp 2 x 2726-02
el. Leistung 100 kW
Inbetriebnahme 2009/2014
Brennstoff Erdgas
Jahreslaufzeit 7.000 Bh
Auftragsumfang Lieferung, Installation und Betrieb einer kompletten Energiezentrale mit Kessel-Anlage, Pufferspeicher, Wasseraufbereitung, Regelungstechnik und Einbindung
Anlagenerrichtungswert 285.000 €
zusätzl. Brennwerttauscher ja
Wartung/Instandhaltung Vollwartungsvertrag für BHKW, Laufzeit bis 2019
CO2-Minderung 191 t/Jahr
Börkhauser Feld, Solingen

Spar- und Bauverein Solingen eG

Im Auftrag des Spar- und Bauvereins Solingen eG (SBV) hat COMUNA-metall 1999 die Strom- und Nahwärmeversorgung mit Kraft-Wärme-Kopplung für das Wohngebiet Börkhauser Feld in Solingen-Aufderhöhe realisiert.

Die Siedlung umfasst ca. 450 Wohneinheiten in Niedrigenergiehausbauweise und einige Wohnfolgeeinrichtungen. Das knapp 9 Hektar große Bebauungsgebiet „Börkhauser Feld“ liegt imSüdwesten der Stadt Solingen im Stadtteil Aufderhöhe. Die Bebauung dieses Areals erfolgte zwischen 1999 und 2008. Die Wohnungen verteilen sich auf Reihenhäuser und Geschosswohnbauten mit drei bis vier Etagen. Daneben wurden ein Kindergarten und eine Siedlungsmitte mit Dienstleistungsangeboten errichtet. Verkehrsader des Siedlungsgebietes ist die Haupterschließungsstraße, die im Süd-Nordost-Verlauf die Siedlungsmitte halbkreisförmig umschließt: Von ihr zweigen sieben Stichstraßen nach Nordwesten, Norden und Südosten ab.

Die Geschoßwohnungsbauten umsäumen die Haupterschließungsstraße bzw. teilen sich die Siedlungsmitte mit Dienstleistungsangeboten und Gemeinschaftseinrichtungen. Die Reihenhäuser, die zum Teil für Familien mit Kindern und zum Teil als flexibel aufteilbare Kombiwohnungen konzipiert sind, befinden sich im Auslauf der Stichstraßen. Das Siedlungsgebiet wurde von der Stadt und den Stadtwerken Solingen bzw. dem Erschließungsträger SBV verkehrsmäßig, wasser- und abwasserseitig erschlossen und mit der erforderlichen Straßenbeleuchtung ausgestattet. Straßen, Wege und Plätze wurden nach Fertigstellung der Stadt Solingen übereignet.

Im Rahmen des Ausschreibungsverfahrens wurde vom Auftraggeber unter verschiedenen technischen Lösungen die Variante einer zentralen Energieversorgung mit erdgasgefeuertem Blockheizkraftwerk (BHKW) und Spitzenkessel über ein Nahwärmesystem bzw. ein eigenes Stromverteilungsnetz ausgewählt. Diese Lösung besteht aus folgenden Elementen:

  1. Energiezentrale: Die Energiezentrale befindet sich im Erdgeschoss eines vom SBV errichteten eigenen Gebäudes. Die für die Endausbaustufe zugrunde gelegte thermische Leistung wird durch zwei Gas-/Ölkesselanlagen mit zusammen ca. 2.750 kW und drei BHKW-Module mit insgesamt ca. 590 kW (inkl. Brennwertnutzung) thermischer Leistung abgedeckt. Bei dieser Konstellation erreichen die BHKW einen Anteil von ca. 90 % an der thermischen Jahresarbeit und ca. 75 % der Strombedarfsdeckung. Das Nahwärmenetz wird mit zwei parallel geschalteten Trockenläuferpumpen bedient, wovon jede auf 85 % der maximal erforderlichen Wassermenge ausgelegt ist. Zur Energiezentrale gehört auch eine ca. 12 m hohe dreizügige Schornsteinanlage sowie ein ca. 6 m hoher Pufferspeicher zur Vergleichmäßigung des BHKW-Anlagenbetriebs.

  2. Nahwärmenetz: Entsprechend den Ausbaustufen des Wohngebiets wurde als Hauptleitung ein Ring um die im zweiten Bauabschnitt entstehende Siedlungsmitte verlegt. Davon ausgehend wurden sternförmig sechs Arme entlang der Straßen verlegt, die durch die Ringstruktur auch einzeln absperrbar sind. Die Abgänge der einzelnen Übergabestationen wurden in diffusionsdichtem Kunststoffmediumrohr ausgeführt, der Ring und die sechs Arme in Kunststoffmantelrohr. Zur Kostenersparnis wurden gemeinsame Erdarbeiten für das Wärme-, das Strom-, das Telefon- und das Trinkwassernetz durchgeführt. Das Nahwärmenetz ist auf eine Temperaturspreizung von 90°C/40°C Vorlauf/Rücklauf ausgelegt. Das genannte Temperaturniveau stellt einen möglichst wirtschaftlichen und zugleich ökologischen Betrieb der Heizzentrale, des Nahwärmenetzes und der Verbraucherseite sicher. Die große Temperaturspreizung hält die Dimensionierung des Nahwärmenetzes für die Lieferung der Maximalleistung in Grenzen.

  3. Übergabestation: Die Wärmeübergabestationen sind so ausgestaltet, dass sie möglichst wartungsfrei arbeiten. Sie reduzieren den höheren Differenzdruck des Nahwärmenetzes, um den direkten Betrieb der Heizkörper zu ermöglichen. Die Warmwasserbereitung erfolgt mit Hilfe von Boilern und einer geregelten Ladeschaltung.

  4. Stromversorgung: Der in einem separaten Raum der Heizzentrale aufgestellte Trafo mit einer Kapazität von 630 kVA wird mittelspannungsseitig aus der bestehenden Trafostation versorgt. Die BHKW-Module speisen mit ihren Asynchrongeneratoren auf der Niederspannungsseite ein. Die Verteilung zu den Verbrauchern wird im Graben des Nahwärmenetzes geführt und weist dieselbe Ringstruktur auf.

Abwicklung und Betrieb:

Als Energiedienstleister ist COMUNA-metall für den laufenden Betrieb der Strom- und Wärmeversorgung verantwortlich. Die Überwachung der aufsichtsfrei betriebenen Gesamtanlage erfolgt über eine Datenfernübertragung, durch die alle Betriebs- und Störmeldungen an die Leitwarteder COMUNA-metall weitergegeben werden. Eine schnelle Reaktion des Wartungs- und Instandhaltungspersonals ist damit sichergestellt. Die Abrechnung mit den EndkundInnen wird in Zusammenarbeit mit der BRUNATA Wärmemesser-Gesellschaft Schultheiss GmbH & Co. und der Media Plus GmbH sichergestellt. Stromkunden zahlen dabei einen Preis, der unter dementsprechenden Haushaltssondertarif der Stadtwerke Solingen liegt. Der Wärmepreis unterliegt der Preisanpassung über eine gaspreis- und lohntarifabhängige Preisgleitklausel.

Das Gesamtsystem aus Heizzentrale mit BHKW, Nahwärmenetz und haustechnischen Installationen ist auf einen Jahresnutzungsgrad von ca. 95 % ausgelegt. Damit wird zugleich eine erhebliche Energieeinsparung von ca. 2.200 MWh und Emissionsminderung von über 400 t CO2 pro Jahr erzielt.

Technische Projektinformationen

Anzahl/Modultyp 2 x 5450 + 1 x 2726-02
el. Leistung 274 kW
Inbetriebnahme 2001/2012
Brennstoff Erdgas
Jahreslaufzeit 5.000/5.000/8.000 Bh
Auftragsumfang Lieferung, Installation und Betrieb einer kompletten Energiezentrale mit Zwei-Kessel-Anlage, Pufferspeicher, Regelungstechnik und Einbindung sowie eines Nahwärme- und Strom-Niederspannungsnetzes inkl. Pumpen, Druckhaltung und Übergabestationen für eine Neubausiedlung mit ca. 450 Wohneinheiten
Anlagenerrichtungswert  
zusätzl. Brennwerttauscher ja
Wartung/Instandhaltung Strom- und Wärmelieferungsvertrag, Laufzeit 25 Jahre
CO2-Minderung 428 t/Jahr
Brandschutz-, Katastrophenschutz- und Rettungsdienstzentrum, Frankfurt/Main

Feuerwehr Frankfurt

COMUNA-metall errichtete und betreibt bis heute die Energiezentrale des Brandschutz-, Katastrophenschutz- und Rettungsdienstzentrums (BKRZ) der Stadt Frankfurt/Main. Zur schlüsselfertigen Erstellung der Energiezentrale gehörten folgende Komponenten:

  • Blockheizkraftwerk des Typs 5450 Erdgas mit Brennwertnutzung zur Deckung der elektrischen und thermischen Grundlast des Zentrums,

  • Zwei-Kessel-Anlage (Fabr. Viessmann/Weishaupt) mit einer thermischen Leistung von 1.615 kW zur Abdeckung der thermischen Mittel- und Spitzenlast (1 x Brennwertkessel 720 kW, 1 x Niedertemperaturkessel 895 kW),

  • Pufferspeicher mit einem Volumen von ca. 9,5 m³,

  • Regelungstechnik für die gesamte Wärme- und Stromerzeugung,

  • eine komplette Schornsteinanlage (Fabr. Kögel, Backnang),

  • hydraulische, gas-, abgas-, lüftungs- und elektrotechnische Einbindungsarbeiten inkl. Messeinrichtungen und

  • Gasanschluss, errichtet durch den örtlichen Netzbetreiber, die Mainova AG.

Zum Gesamtauftrag gehörten neben der schlüsselfertigen Erstellung auch der Betrieb der Anlage zur Lieferung von Strom und Wärme an das BKRZ im Rahmen eines 15-Jahres-Vertrages. Nach Ablauf dieses Vertrages geht das Eigentum an der Anlage ohne Zahlung eines Restwertes an die BKRZ Grundstücksgesellschaft der Stadt Frankfurt über.

Der Wärmebedarf des BKRZ wird zu zwei Dritteln aus dem Blockheizkraftwerk und zu einem Drittel aus der Kesselanlage gedeckt; der Strombedarf wird zu über 50 % durch das Blockheizkraftwerk bereitgestellt und der Rest auf dem Strommarkt bezogen. Aufgrund der Brennwertnutzung wird ein Jahresnutzungsgrad von ca. 95 % mit einer Energieeinsparung von ca. 27 % und einer Minderung der CO2-Emissionen von ca. 200 t pro Jahr gegenüber einer konventionellen Lösung erreicht.

Technische Projektinformationen

Anzahl/Modultyp 1 x 5450
el. Leistung 112 kW
Inbetriebnahme 2002
Brennstoff Erdgas
Jahreslaufzeit 6.000 Bh
Auftragsumfang Lieferung, Installation und Betrieb einer kompletten Energiezentrale mit Zwei-Kessel-Anlage, Pufferspeicher, Regelungstechnik und Einbindung; zzgl. Lieferung eines Notstromaggregates
Anlagenerrichtungswert 290.000 €
zusätzl. Brennwerttauscher ja
Wartung/Instandhaltung Strom- und Wärmelieferungsvertrag, Laufzeit 15 Jahre
CO2-Minderung 191 t/Jahr