Die einfachste Form der hydraulischen Einbindung von Blockheizkraftwerken kann durch das "Einschleifen" von BHKW- Vor- und Rücklauf in den Gesamtrücklauf einer Heizanlage erzielt werden. Die Anschüsse für Vor- und Rücklauf des BHKW sollten in ausreichendem Abstand voneinander angeordnet werden, damit ein ungewollter Kurzschluss verhindert wird. Die Schaltung kann um weitere parallel zueinander geschaltete BHKW-Module ergänzt werden.
+ Einfache Realisierung
+ Geringe Kosten
+ Geringer Regelungsaufwand
- Schlechte Vorlauftemperaturkonstanz; Einbrüche unter 60°C müssen toleriert werden
- Erfordert i.d.R. relativ zum BHKW große Verbrauchsnetze
- Starke Abhängigkeit vom Verhalten des Verbrauchsnetzes
Die Verschaltung ist dann zweckentsprechend, wenn die Wärmeabnahme des Netzes immer größer als die BHKW-Leistung ist.
Das zwischen den beiden BHKW-Anschlüssen liegende Verbindungsstück stellt eine hydraulische Weiche dar. Diese Weiche verhindert die gegenseitige hydraulische Beeinflussung der Wärmeerzeuger und Verbraucher. Die Wärmeabgabe des BHKW an das Heizungsnetz erfolgt über eine drehzahlgeregelte Pumpe, die in ihrer Wirkung nicht durch Mischer, Ventile, Rückschlagklappen oder andere Pumpen behindert werden darf.
Die Einbindung des BHKW im Rücklauf zur Kesselanlage ermöglicht prinzipiell den Verzicht auf eine übergeordnete Steuerung. Bei nicht ausreichender Wärmeabnahme bewirkt das Ansteigen der Rücklauftemperatur über die Temperaturüberwachung der Modulsteuerung zunächst den Teillastbetrieb und ggf. die Regelabschaltung des Moduls. Die Zuschaltung des Moduls erfolgt in Abhängigkeit von Temperatur und Wartezeit. Die Wartezeit wird von der Modulsteuerung so bemessen, dass im täglichen Mittel nicht mehr als ein Start je Betriebsstunde ermöglicht wird.
Die Zu- und Abschaltung des Kessels übernimmt die Temperaturregelung der Kesselanlage.
Eine ungewollte Begleiterscheinung bei BHKW-Anlagen ohne übergeordnete Steuerung ist der sogenannte "Kesselfehlbetrieb". Dieser entsteht, wenn wegen geringer Wärmeabnahme das Modul zu häufig abschalten muss. Die Temperatureinbrüche, die in den Betriebspausen entstehen, bewirken dann Kesselstarts, die eine zusätzliche Reduzierung der BHKW-Laufzeiten bewirken.
Unsere übergeordneten Steuerungen übernehmen je nach Anforderung unterschiedliche Aufgaben:
Die Zu- und Abschaltung des BHKW und die Freigabe der Kesselanlage wird in Abhängigkeit von der Messstelle T11 (Rücklauf Kessel) unter Berücksichtigung der Messstellen T8 und T9 vorgenommen. Die Schaltvorgänge können nach variablen Sollwerten erfolgen.