Nach 23 Jahren kommt Ersatz

Seit mehr als 23 Jahren waren im Hallenbad Filderstadt-Bernhausen erdgasbetriebene BHKW-Module von COMUNA-metall im Einsatz.

Altanlage
Altanlage Hallenbad Filderstadt, Baujahr 1993

Im Jahre 2016 sind die fünf Bestandsmodule mit einer elektrischen Leistung von 260 kW nach einer Laufzeit von über 130.000 Betriebsstunden durch vier neue Brennwert-BHKW-Module ersetzt worden. Es kamen zwei BHKW-Module des Typs 5450-14 (112 kWel.) und zwei Module des Typs 2726-12 (49,5 kWel.) zum Einsatz; die elektrische Gesamtleistung erhöhte sich damit auf 323 kW.


Neuanlage

Neuanlage Hallenbad Filderstadt, Baujahr 2016

Zugleich wurde das Gesamtkonzept der Energiezentrale grundlegend überarbeitet und modernisiert. Dabei wurden die Aggregate- und die übergeordnete Steuerung auf das nun aktuelle Steuerungsfabrikat (Bachmann) mit aktuellen Touchdisplays umgestellt. Zur Optimierung der BHKW-Laufzeiten und besseren Reaktion der Gesamtanlage auf Lastschwankungen im Nahwärmenetz wurde ein direkt vor Ort gefertigter Heizwasserpufferspeicher mit 28.000 Liter Fassungsvermögen errichtet.

Zudem wurde die Energiezentrale um eine Luft-Wasser-Wärmepumpe erweitert, die die Abluftmenge der BHKW-Module von insgesamt ca. 1.400 m³/h für die zusätzliche Heizwasserbeheizung nutzt. Die für den Betrieb der Wärmepumpe benötigte Strommenge wird durch die BHKW selbst erzeugt. Es wird somit neben der Abgasbrennwertwärme zusätzlich die in der Abluft befindliche Energie sinnvoll genutzt.

Die Planung dieses Projektes war darauf gerichtet, die Wärme der BHKW-Module optimal über ein Nahwärmenetz in möglichst vielen stadteigenen Objekten zu nutzen und zugleich den Strombezug für das Hallenbad zu minimieren. Insgesamt erreichen die BHKW-Module eine Jahreslaufzeit von ca. 6.000 - 7.000 Stunden und eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes von ca. 470 t/Jahr.

Für die neue Anlage haben die Stadtwerke Filderstadt wie in der Vergangenheit einen langfristigen Wartungs- und Instandhaltungsvertrag (Vollwartungsvertrag) abgeschlossen, durch den das Instandhaltungsrisiko der Anlage auf die Firma COMUNA-metall übertragen wird. Damit ist ein wirtschaftlicher Betrieb der Gesamtanlage auch im dritten und vierten Jahrzehnt ihres Bestehens sichergestellt.

Insgesamt zeigt die Geschichte der Energiezentrale des Hallenbads Filderstadt-Bernhausen, die technische Reife und Standfestigkeit motorischer BHKW, zugleich aber auch Optimierungsmöglichkeiten von Energiezentralen mit Kraft-Wärme-Kopplung.


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