Nachrichten Liste

JVA Kislau: Modultyp 5450-03 erstmalig installiert

Zum ersten Male ist der modifizierte auf 100 kW elektrische Leistung begrenzte Anlagentyp 5450-03 von COMUNA-metall in der Justizvollzugsanstalt Kislau (JVA Kislau), Gemeinde Bad Schönborn zum Einsatz gekommen.

Die Leistungsbegrenzung ermöglicht Vorteile in der Förderung nach dem KWK-Gesetz (KWK-Zuschlag auch für die Strommenge, der vom Anlagenbetreiber selbst genutzt wird). Zugleich unterliegt der in das allgemeine Netz eingespeiste Strom nicht der Direktvermarktungsverpflichtung.

Die BHKW-Anlage wurde inkl. Brennwertnutzung und übergeordneter Steuerung Ende 2016 für eine Netto-Investitionssumme von ca. 155.000 € installiert und Anfang April 2017 in Dauerbetrieb genommen.

Die JVA Kislau ist seit 1948 untergebracht in einem ehemaligen barocken Jagdschloss, das in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts auch als Konzentrationslager für politische Gefangene genutzt worden war. Mittlerweile stellt sie eine Außenstelle der JVA Bruchsal dar.

 

Merken

Nach 23 Jahren kommt Ersatz

Seit mehr als 23 Jahren waren im Hallenbad Filderstadt-Bernhausen erdgasbetriebene BHKW-Module von COMUNA-metall im Einsatz.

Altanlage
Altanlage Hallenbad Filderstadt, Baujahr 1993

Im Jahre 2016 sind die fünf Bestandsmodule mit einer elektrischen Leistung von 260 kW nach einer Laufzeit von über 130.000 Betriebsstunden durch vier neue Brennwert-BHKW-Module ersetzt worden. Es kamen zwei BHKW-Module des Typs 5450-14 (112 kWel.) und zwei Module des Typs 2726-12 (49,5 kWel.) zum Einsatz; die elektrische Gesamtleistung erhöhte sich damit auf 323 kW.


Neuanlage

Neuanlage Hallenbad Filderstadt, Baujahr 2016

Zugleich wurde das Gesamtkonzept der Energiezentrale grundlegend überarbeitet und modernisiert. Dabei wurden die Aggregate- und die übergeordnete Steuerung auf das nun aktuelle Steuerungsfabrikat (Bachmann) mit aktuellen Touchdisplays umgestellt. Zur Optimierung der BHKW-Laufzeiten und besseren Reaktion der Gesamtanlage auf Lastschwankungen im Nahwärmenetz wurde ein direkt vor Ort gefertigter Heizwasserpufferspeicher mit 28.000 Liter Fassungsvermögen errichtet.

Zudem wurde die Energiezentrale um eine Luft-Wasser-Wärmepumpe erweitert, die die Abluftmenge der BHKW-Module von insgesamt ca. 1.400 m³/h für die zusätzliche Heizwasserbeheizung nutzt. Die für den Betrieb der Wärmepumpe benötigte Strommenge wird durch die BHKW selbst erzeugt. Es wird somit neben der Abgasbrennwertwärme zusätzlich die in der Abluft befindliche Energie sinnvoll genutzt.

Die Planung dieses Projektes war darauf gerichtet, die Wärme der BHKW-Module optimal über ein Nahwärmenetz in möglichst vielen stadteigenen Objekten zu nutzen und zugleich den Strombezug für das Hallenbad zu minimieren. Insgesamt erreichen die BHKW-Module eine Jahreslaufzeit von ca. 6.000 - 7.000 Stunden und eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes von ca. 470 t/Jahr.

Für die neue Anlage haben die Stadtwerke Filderstadt wie in der Vergangenheit einen langfristigen Wartungs- und Instandhaltungsvertrag (Vollwartungsvertrag) abgeschlossen, durch den das Instandhaltungsrisiko der Anlage auf die Firma COMUNA-metall übertragen wird. Damit ist ein wirtschaftlicher Betrieb der Gesamtanlage auch im dritten und vierten Jahrzehnt ihres Bestehens sichergestellt.

Insgesamt zeigt die Geschichte der Energiezentrale des Hallenbads Filderstadt-Bernhausen, die technische Reife und Standfestigkeit motorischer BHKW, zugleich aber auch Optimierungsmöglichkeiten von Energiezentralen mit Kraft-Wärme-Kopplung.


Merken

Merken

Neue BHKW-Variante mit 100 kW elektrischer Leistung

Ab Jahresende 2016 wird COMUNA-metall mit den BHKW-Typen 5450-03 bzw. 5450-13 neue Varianten auf Basis der bekannten Baureihe 5450 anbieten.

Diese Anlagentypen verfügen über eine elektrische Leistung von max. 100 kW. Sie erhalten damit gem. § 6 (4) Nr. 1 des KWK-Gesetzes 2016 den KWK-Zuschlag auch für die Strommenge, der vom Anlagenbetreiber selbst genutzt wird. Zugleich unterliegt der von diesen Anlagen während des KWK-Förderzeitraumes in das allgemeine Netz eingespeiste Strom nicht der Direktvermarktungsverpflichtung gem. § 4 des KWK-Gesetzes 2016.

 

Fördermöglichkeiten für BHKW nutzen!

BHKW-Anlagen sind grundsätzlich förderfähig nach dem Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWKG) und dem Energiesteuergesetz (EnergieStG). Die Förderbeträge liegen je nach Leistung und Laufzeit der Anlage bzw. der Nutzung des erzeugten Stroms bei bis zu 30.000 € pro Jahr. Die Antragstellung lohnt sich also.

Und so geht’s: Der Antrag auf Zulassung als KWK-Anlage wird beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA (www.bafa.de) gestellt. Sobald dieser bewilligt ist, kann beim Netzbetreiber die Auszahlung des KWK-Zuschlags formlos beantragt werden. Zusätzlich können Sie bei der Zollverwaltung (www.zoll.de) einen Antrag auf Erdgassteuerrückerstattung für das jeweilige Vorjahr stellen.

Bitte überprüfen Sie, ob die notwendigen Anträge zum Erhalt dieser Fördermittel gestellt worden sind. Weitere Informationen finden Sie hier. Natürlich beraten wir Sie auch gern persönlich.