Nahwärmeversorgung Oberste Gärten in Bad Homburg

Die zentrale Nahwärmeversorgung mit Blockheizkraftwerken ist unter dem Aspekt des Umwelt- und Resourcenschutzes eine interessante Alternative zu den üblichen Einzelhaus- Wärmeversorgungsanlagen. Aus diesem Grund hat die Stadt Bad Homburg v. d. Höhe bereits 1991 die Entscheidung getroffen, bei der Entwicklung des Neubaugebietes Oberste Gärten die Energieversorgung mit dieser rationellen Energieversorgungstechnik sicherzustellen.

Die Heizzentrale wurde aus städtebaulichen Gründen zusammen mit der für das Gebiet erforderlichen Trafostation in einem unterirdischen Gebäude errichtet.

Heizzentraleneingang/Kamine

Sehr viel Wert wurde auf die Schallentkopplung von Heizzentrale und Wohngebäuden gelegt. Die Zuluft wird über Schalldämpfer und gedämmte Ansaugkanäle in den Betriebsraum geführt. Für die Abluft wird eines der drei Kaminrohre benutzt.

Heizzentrale

Die Heizzentrale besteht aus zwei erdgasbetriebenen Blockheizkraftwerken, zwei Niedertemperaturkesseln, einem Wärmespeicher sowie den sonstigen für den Betrieb von Heizzentrale und Nahwärmenetz notwendigen Anlagenteilen wie Verteiler, Pumpen, Druckhaltung und Steuerung. Die Wärmelieferungskapazität von 1.650 kWth, für die auch das Nahwärmemenetz ausgelegt ist, wurde für 300 Wohnungen und ein Jugend- und Sozialzentrum geplant.

Nahwaermeverlegung

Die Nahwärmenetzpumpe ist als Dreifachpumpe ausgelegt. Die Regelung des Differenzdrucks geschieht über einen Differenzdrucksensor am "schlechtesten Punkt" des Nahwärmenetzes.

Das Nahwärmenetz besteht aus Stahl-Mediumrohr mit einer FCKW-freien Hartschaumisolierung, die von einem mehrere mm dicken Kunststoffüberzug geschützt wird (Kunststoffmantelrohr). Es hat eine Gesamtlänge von ca. 320 Doppelmeter und ist in Nord- und Südtrasse aufgeteilt. Parallel zur Trasse sind Signalleitungen verlegt, die u.a. zur Fernablesung der Wärmemengenzähler dienen. Die Dichtigkeit des Netzes wird nach der Schleifenwiederstandsmethode überwacht.

 
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